Historische Wanderbücher deutscher Handwerksgesellen

‚Auf der Walz‘- so werden die Wanderungen von Handwerksgesellen genannt, die sie zu Handwerksmeistern in fremde Länder und Städte führen. Damit wollen die Gesellen andere Handwerkstechniken erlernen und Erfahrungen in ihrem Handwerk sammeln.

Solche Wanderbücher entstanden, weil sich Gesellen nicht länger als 24 Stunden an einem fremden Ort ohne die obrigkeitliche Erlaubnis der Stadt aufhalten durften.

Sie charakterisieren eine zentrale Quelle zur Migrationsgeschichte, da sie über Wanderrouten, welche die Gesellen schon im 19. Jahrhundert nahmen, berichten. Diese Bücher bleiben normalerweise im Privatbesitz der Gesellen und sind deshalb in öffentlichen Archiven recht selten überliefert.

 

Bild: WABW, S 0007, Bü 0043



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